Oberflächen

Kupfer senkt die Keimbelastung

Trotz der rasanten Entwicklung der Medizin gelingt es nicht, gefährliche Krankheitserreger wie MRSA und Keime wie die jedes Jahr aufs Neue auftretenden Grippeviren komplett in Schach zu halten. Zu schnell passen sie sich an und entwickeln sich weiter. Etwa 70 Prozent aller Bakterien, die für Infektionen in Krankenhäusern verantwortlich sind, haben bereits Resistenzen gegen mindestens ein Antibiotikum entwickelt. "Krankenhauskeime" sind damit zu einer ernsten Gefahr für Kliniken geworden. Denn gerade hier sind die Risikogruppen zu finden, denen Bakterien wirklich gefährlich werden können: Stark geschwächte Menschen, erkrankte oder sehr alte Menschen etwa besitzen nur wenig Widerstandskraft gegen die Keime. Bereits heute wird alleine der wirtschaftliche Schaden durch Krankenhausinfektionen, so genannte nosokomiale Infektionen, auf etwa 5,5 Milliarden Euro jährlich geschätzt.

Antimikrobielle Oberflächen: Prävention gegen Keime

Da die Entwicklung neuer Antibiotika aufwändig ist und wegen der komplexen  Genehmigungsverfahren sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und inzwischen auch viele Keime gegen Antibiotika resistent sind, versucht man heute andere Wege in der Prävention und der  Gesundheitsförderung zu gehen. Eine typische Quelle für Infektionen sind Berührungsflächen, die häufig von unterschiedlichen Menschen benutzt werden, also zum Beispiel Türgriffe, Treppengeländer, Lichtschalter, Möbelgriffe, Computertastaturen und ähnliches. Um Kontaktinfektionen zu vermeiden, werden bisher die empfohlenen Standardhygienemaßnahmen wie z.B. Hände waschen und Desinfektion durchgeführt. Zusätzlich setzen heute immer mehr Gesundheitseinrichtungen als Material für stark frequentierte Oberflächen und Bauteile massive metallische Kupferlegierungen ein. Denn in klinischen Studien konnte mehrfach nachgewiesen werden, dass Kupfer stark antimikrobielle, also keimreduzierende Effekte, besitzt und dauerhaft wirkt.  In den Untersuchungen konnte unter anderem nachgewiesen werden, dass unter Laborbedingungen 99,9 Prozent aller Bakterien auf Kupferoberflächen binnen zwei Stunden abgetötet werden. Auf herkömmlichen Oberflächen etwa aus Aluminium, Edelstahl oder Kunststoff konnten die gefährlichen Keime dagegen bis zu drei Tage lang überleben und aktiv bleiben. In der Praxis wurde in klinischen Studien eine Senkung der Keimbelastung auf den antimikrobiellen Oberflächen um mehr als 80 Prozent nachgewiesen. Sogar Infektionen konnten um bis zu 58 Prozent reduziert werden.

Zusätzlicher Gesundheitsschutz für die Familie

In Bahnen und Bussen, in öffentlichen Gebäuden, Kliniken und Heimen gehen Türgriffe, Lichtschalter, Geländer und andere Elemente buchstäblich durch viele Hände und stellen daher ein hygienisches Problem dar. Denn Keime können durch die Berührung von vielen verschiedenen Menschen über diese Kontaktoberflächen von Hand zu Hand weitergegeben werden. Die ständige Reinigung und Desinfizierung aller neuralgischen Teile im öffentlichen Raum und in viel besuchten Gebäuden ist in der Praxis kaum möglich. Einen Beitrag zur Verbesserung der Hygiene kann aber auch der Werkstoff leisten, aus dem Klinken, Griffe, Schalter oder Haltestangen gefertigt sind. Mehrere klinische Studien haben nämlich gezeigt, dass massives Kupfer und bestimmte Kupferlegierungen wie Messing eine keimreduzierende Wirkung besitzen.

Keime, darunter auch die gefürchteten, gegen Antibiotika resistenten Krankenhauskeime, sterben auf massiven Oberflächen aus Kupfer schneller ab als bei anderen Materialien und bieten so zusätzlichen Schutz vor Infektionen. In Kliniken weltweit finden sich diese antimikrobiellen Kupferwerkstoffe daher heute immer öfter.  Sinnvoll ist der Einsatz antimikrobieller Kupferprodukte aber auch im privaten Bereich, denn damit schützt man zusätzlich die Gesundheit der Familie - vor allem, wenn kleine Kinder oder Senioren im Haus sind.