Geschichte

Geschichte

21. Jahrhundert

Abgesehen von Silber hat Kupfer die höchste elektrische Leitfähigkeit aller Metalle. Auf dieser Eigenschaft beruhen rund 50 Prozent seiner Verwendung. Kupfer vermindert Stromverluste und verbessert die nergieeffizienz. Sein optimaler Einsatz kann die Kosten seiner Anwendungen über ihre gesamte ebensdauer hinweg senken. Von der Hochspannungsübertragung bis zur Mikroelektronik, von Gigawatt-Generatoren bis zu PCs – bei jedem Aspekt von Stromerzeugung, -übertragung und -nutzung ist Kupfer der entscheidende und energieeffiziente Werkstoff.

Kupfer ist schon seit Beginn der Telekommunikation die Grundlage für die Übertragung von Signalen von A nach B. Jahrzehntelang wurde entwickelt, wurde ein Durchbruch nach dem anderen erzielt – undenkbar ohne das vielseitige Metall. Seine überlegenen Eigenschaften als Elektrizitätsleiter machen Kupfer zum perfekten Material für die Verbindung winziger Schalter oder Transistoren in Mikroprozessoren. Je dünner und enger die Verdrahtung von Halbleiterchips sein muss, desto mehr greift man heute auf Kupfer zurück, denn dadurch wird eine schnellere Signalübertragung gewährleistet.

In der Autoindustrie spielt Kupfer schon lange eine tragende Rolle. Ohne Kupfer wären elektrische und elektronische Komponenten im Auto und somit ein intelligentes Motor- und Getriebemanagement nicht realisierbar. Und da die Komfortansprüche an moderne Automobile stetig steigen, wirkt sich dies auch auf den Bedarf an Kupfer aus. Zusätzlich fällt die Entwicklung von umweltgerechten und verbrauchsarmen Elektromotoren, Elektroautos immer weiter ins Gewicht. So enthält der Motor eines Hybridautos etwa rund 50 Kilogramm des vielseitigen Metalls und wird den Bedarf an Kupfer voraussichtlich weiter steigern.

2000 n. Chr.

Neuzeit

Die Neuzeit hätte ohne Kupfer in dieser Form nie eingeläutet werden können. Die Entdeckung Amerikas und des Buchdrucks datieren den Anfang dieser Epoche und sind ohne Kupfer undenkbar. Mit wachsender Industrialisierung stieg der Bedarf an Kupfer an. Als Werner von Siemens 1866 den Dynamo erfand und Strom billig und in großen Mengen erzeugt werden konnte, benötigten Handwerk und Industrie zunehmend große Mengen an Kupfer. Stromerzeugung und -übertragung haben die Welt verändert. Erst Kupfer hat das möglich gemacht.

Mittelalter

Im Mittelalter war Kupfer für die Herstellung von Schmuck und Alltagsgegenständen weit verbreitet. Aber auch in der Chemie entwickelte sich Kupfer zu einem begehrten Metall. Ab dem 13. Jahrhundert wurde die Metallurgie zu einem großen Experimentierfeld der Chemiker. Man entdeckte die Einsatzmöglichkeiten von verschiedenen Edelmetall-Sulfaten. Kupfervitriol (Kupfersulfat) wurde beispielsweise zur Desinfektion, zur Imprägnierung von Holz und als Dünger genutzt. Kupfer wurde während des Mittelalters in Deutschland in bedeutenden Mengen gewonnen und zum Bronzeguss, zu Rotguss, Gelbguss und zur Dachbedeckung verwendet. Die Kupferdächer großer Kirchen erforderten Kupferblech von 600 bis 700 Zentnern.

500 n. Chr.
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Römisches Reich

Im Römischen Reich spielt Kupfer im Münzwesen eine große Rolle. Noch bevor "Geld" eingeführt wird, benutzen die Römer ab 500 v. Chr. Bronzebarren als Zahlungsmittel. Ein Gesetz bestimmte die Gleichung: 1 Rind = 10 Schafe = 100 Pfund Bronze. Gegen 300 v. Chr. kamen mit Stempeln versehene Bronzebarren auf. Sie waren "1 Pfund Kupfer" schwer. Durch die Stempelung garantierte der Staat für die Reinheit des Metalls und durch eine Wertziffer für das Gewicht. Mit der Zeit erwiesen sich die Bronzebarren jedoch zu unpraktisch für den Handel, daher begann man bald darauf, das Münzwesen einzuführen. Dabei spielt dann über Jahrhunderte Gold, Silber und Kupfer eine entscheidende Rolle.

753 v. Chr.

Bronzezeit

Die Bronzezeit ist nach der Legierung von Kupfer mit Zinn benannt. Die frühsten Bronzefunde haben nur einen sehr geringen Zinnanteil. Nach und nach wurde dieser erhöht bis um 2.500 v. Chr. ein Anteil von ca. 14 Prozent üblich wird. Selbst lange nachdem man auch Eisen verarbeiten kann, ist Kupfer noch das wichtigste Gebrauchsmetall.

Zypern

Zypern beginnt lange vor der Antike den östlichen Mittelmeerraum mit Kupfer zu beliefern. Zur Zeit der Erimi-Kultur wird Kupfer zu einem der wichtigsten Bodenschätze der drittgrößten Mittelmeerinsel. Durch seine Kupfervorkommen bekannt, erhält Kupfer seinen Namen durch die Insel. Der lateinische Name "cuprum" ist abgeleitet von "aes cyprium" "Erz von der Insel Zypern".

Egypt in the Early Bronze Age

In the ancient region of Upper Egypt archaeologists discovered drill holes in blocks of rose granite that were proved to have been made using copper drills. Drainage systems made of hammered copper plate have been found in various pyramid temples. Between 3200 and 1160 BC the Egyptians had extensive state copper mines on the Sinai peninsula in which copper ore was intensively exploited and processed. At the same time they even began to use soldering methods with copper plate. Trade with coppers and objects made of copper became of increasing economic importance. This development reached its zenith at the end of the first century BC when, for the first time, objects were produced by hollow casting.

3500 v. Chr.

Frühe Bronzezeit

Zwischen dem Ende der Jungsteinzeit und der frühen Bronzezeit entwickelte man langsam die grundlegenden Techniken der Metallgewinnung und -verarbeitung. Manchmal wird diese Zeit deshalb auch als Kupferzeit oder Kupfersteinzeit bezeichnet. Bis zu diesem Zeitpunkt waren Metalle wie Gold, Silber und Kupfer zwar teilweise bekannt, aufgrund des fehlenden Wissens über die Verarbeitung wurden Werkzeuge und Waffen jedoch aus Stein gefertigt. Erst mit Ende der Jungsteinzeit lernte man Metalle zu verarbeiten. Nachdem in Kleinasien die Kunst des Ausschmelzens von sulfid- und oxidhaltigen Kupfererzen entwickelt wurde, begann sich gleichzeitig die Verwendung von Kupfer bei der Herstellung von metallischen Gegenständen durchzusetzen.

5500 v. Chr.

Steinzeit

Die ältesten Kupferfunde stammen aus Kleinasien und dem Iran und sind über 9.000 Jahre alt. Dabei handelt es sich um Fragmente von Perlen und Nadeln, die mit Kupferpartikeln verschönert wurden. Zu diesem Zeitpunkt hämmerte man das Material noch aus der Oberfläche gediegener Kupfervorkommen heraus. Die Fundstellen - das iranische Ali Koch sowie çayönü und çatal Hüyük in der Türkei - liegen im heutigen Nahen und Mittleren Osten.

9500 v. Chr.

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