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Umweltfreundliche Wiederverwertung von Kupfer

Jeder Deutsche "braucht" im Laufe seines Lebens geschätzt mehr als eine Tonne Kupfer in den unterschiedlichsten Anwendungen. Man findet es in Stromleitungen, in elektronischen Bauteilen von Unterhaltungselektronik, Smartphone und Rechner, in der Elektrik von Automobilen, in Haushaltsgeräten, der Energiegewinnung und vielen weiteren Bereichen - ohne das rote Metall läuft nicht viel.

Durch fortschreitende Industrialisierung in Schwellenländern oder auch die Zunahme der Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien und immer mehr elektronische Geräte im Alltag wir weltweit mit einer kontinuierlichen Nachfragesteigerung gerechnet. Dass es bei Kupfer dennoch nicht zu Engpässen kommt, liegt unter anderem an seiner ausgezeichneten Recyclingfähigkeit.

Alte Elektrogeräte werden zur hochwertigen Rohstoffquelle

Stichwort "Urban Mining": Das Recycling von Kupfer ist in Deutschland schon heute die größte Quelle für das vielseitig verwendbare Metall. Der Recyclinganteil hierzulande liegt bei über 50 Prozent. Rund 700.000 Tonnen Elektro- und Elektronikgeräte werden in einem Jahr gesammelt und damit als Rohstoffquelle genutzt. Alleine aus einer Tonne alter Mobiltelefone - das entspricht rund 10.000 Altgeräten - lassen sich beispielsweise 150 Kilogramm Kupfer gewinnen. Während Kupfererze aus dem Bergbau oft einen Metallanteil von unter einem Prozent aufweisen, enthalten die alten Handys rund 15 Prozent hochwertiges Kupfer.

Wiederaufbereitung ist umweltfreundlicher als Neugewinnung

Nicht zuletzt aufgrund der hohen Wiederverwertungsquote ist Europa heute Kupferexporteur und importiert zur Deckung der Nachfrage sogar Recyclingschrott aus dem Ausland. Sinnvoll ist das Recycling des wichtigen Rohstoffs aus verschiedenen Gründen. Zum einen schont die Wiederaufbereitung die weltweiten Kupferressourcen. Zum anderen liegt der Energieverbrauch fürs Kupferrecycling um etwa 90 Prozent niedriger als für die Gewinnung und Verarbeitung von Kupfererzen aus dem Bergbau.